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In Things We Love/ Unsere Hochzeit

Unsere Hochzeit | Standesamtliche Trauung und Empfang

Anfang des Jahres haben wir unsere Eindrücke vom Hochzeitsmorgen und den Vorbereitungen zu unserem großen Tag mit Dir geteilt, die Du hier noch einmal nachlesen kannst. Seitdem ist viel Zeit vergangen, in der wir damit beschäftigt waren, von Stuttgart nach Hamburg zu ziehen, jede Menge Brautschmuck für unsere tollen Bräute und Shop-Partner fertigzustellen und jeden Monat eine neue Mini-Kollektion zu den jeweiligen Geburtssteinen zu entwerfen. Wenn Du uns auf Instagram folgst, hast Du wahrscheinlich auch mitbekommen, dass wir gerade in den Flitterwochen waren – und diese traumhaft schöne Auszeit hat uns daran erinnert, dass wir ganz vergessen haben, die Mini-Blogserie rund um unsere Hochzeit weiterzuführen. Das wollen wir jetzt unbedingt nachholen! Also, bitte anschnallen, wir nehmen Dich jetzt mit zum Rathaus, in dem wir getraut wurden, und zu unserem Hochzeitsempfang.

Die standesamtliche Trauung

Nachdem wir uns fertig gemacht und unseren ersten emotionalen Blick aufeinander geworfen haben – worüber ihr alles im vorherigen Blogpost nachlesen könnt – fuhren wir gemeinsam zum Ort unserer standesamtlichen Trauung.

JOHAN: „Als wir am Rathaus ankamen und unsere Familien und Freunde sahen, die aus ganz Europa oder von noch weiter weg extra für uns angereist waren – das war einfach ein unbeschreiblicher Moment für mich. Es waren sogar Bekannte da, die nur von unseren Eltern gehört hatten, dass wir heiraten, und die dann einfach vorbeigekommen sind. Das hat mich sehr bewegt. Wir wurden in den großen Saal geführt, in dem unsere standesamtliche Trauung stattfand – und als sich der Saal nach und nach mit all unseren Gästen füllte, wurde ich richtig emotional. Ach ja, vielleicht sollte ich an dieser Stelle erwähnen: ich bin ein SEHR emotionaler Mensch und nah am Wasser gebaut, wenn etwas Schönes oder Bewegendes passiert. Ich habe an unserem Hochzeitstag unzählige Freudentränen vergossen, weil mich einfach alles und jeder so glücklich und dankbar gemacht hat. Ich konnte einfach nicht glauben, dass das alles wirklich passiert.

Für die standesamtliche Trauung haben wir uns ganz schlicht für das normale „Wedding Package“ entschieden. Nachdem alle Formalitäten und Paragrafen verlesen waren und wir die Papiere unterzeichnet hatten, hörten wir die Worte: „Sie sind nun offiziell Ehemann und Ehemann. Herzlichen Glückwunsch!“ (Es war zwar nicht exakt diese Formulierung, aber wir waren so überwältigt, dass wir uns an den genauen Wortlaut nicht mehr erinnern können). Sofort brandete ein Riesenapplaus und minutenlanger Jubel von unseren Gästen auf – und schon war ich wieder in Tränen aufgelöst. Sogar die Standesbeamten erzählten uns später, dass sie schon viel erlebt hätten, aber noch nie so einen so lang andauernden und lautstarken Applaus nach einer standesamtlichen Trauung.

FREDRIK: „Als wir am Marktplatz vor dem Rathaus ankamen, erblickten wir jede Menge Leute, die ich noch nie zuvor gesehen hatte und ich dachte: Huch, sind die alle wegen uns hier? Cool! Naja, waren sie aber nicht, denn wie sich herausstellte, waren Johan und ich überraschenderweise nicht die einzigen, die an diesem Tag den Bund fürs Leben schlossen und Gäste erwarteten. Es hat sich aber einfach so angefühlt, als würden all diese Menschen dort sein, um die Liebe zu feiern – und das war toll. Als wir ins Rathaus gingen, sah ich am Ende des Ganges dann tatsächlich all unsere Gäste und Freunde. Und als wir uns ihnen näherten, wurden wir mit großem Applaus und Jubel empfangen. Es war völlig surreal, all diese Menschen auf einem Haufen am selben Ort zu sehen, da wir sie aus völlig unterschiedlichen Lebensphasen und Ecken der Welt kennen. Als wir dann die Treppe zum Trauzimmer hochgingen, bekam ich einen kleinen Schock: da waren noch viel mehr Leute! Der Saal war voll mit Freunden und Familie – und das, obwohl viele geladene Gäste erst später zur Feier kommen sollten. Die Standesbeamten sagten, dass sie noch nie so viele Gäste bei einer standesamtlichen Trauung erlebt hätten. Man könnte ja auch meinen, dass so eine standesamtliche Trauung langweilig ist, trocken und halt ein „Muss“ vor der eigentlichen Feier. Und ehrlich gesagt, habe ich im Vorfeld genau das gedacht. Aber die Atmosphäre war so entspannt und die ganze Zeremonie war so emotional und voller fröhlichem Gelächter, dass ich eines Besseren belehrt wurde. Und auch der Standesbeamte wurde von der relaxten Stimmung angesteckt und erlaubte sich ein, zwei Witze während der offiziellen Zeremonie.“

Der Hochzeitsempfang

FREDRIK: „Ich muss gestehen, dass ich mich an den offiziellen Start des Empfangs gar nicht mehr erinnern kann. Das lag wahrscheinlich daran, dass ich unser Auto nach der standesamtlichen Trauung selbst fuhr und wir dann auch erstmal ein kleines Familienessen im engsten Kreis hatten, bevor der große Empfang mit allen Gästen losging. Woran ich mich aber deutlich erinnere, ist, dass nach einem sonnigen Vormittag plötzlich wie aus dem Nichts dunkle Wolken auftauchten und sich ein heftiger Platzregen über den ganzen Garten ergoss, in dem die freie Trauung gleich stattfinden sollte. Aus den Augenwinkeln sah ich Helfer hektisch umherrennen und Tische, Blumenarrangements und Essen in Sicherheit bringen. Alle Gäste hatten sich schnell unter dem einzigen Dach versammelt, das es draußen gab – und das waren um die 160 Leute! Ehrlich gesagt war es aber irgendwie charmant und sehr persönlich, dort im Gedränge alle zu begrüßen. Trotzdem waren wir froh und erleichtert, als die Sonne wieder rauskam und alle Gäste sich im großen Garten verteilen konnten. Damit war das Thema Regen zum Glück auch gegessen, es fiel kein einziger Tropfen mehr an diesem Tag. Im Nachhinein wünschte ich, dass ich mehr Zeit gehabt hätte, mit jedem einzelnen Gast auf unserer Hochzeit zu reden. Aber so geht es wahrscheinlich jedem und dafür hat zum Glück auf einer Hochzeit auch jeder vollstes Verständnis. Der Empfang war genauso, wie wir ihn uns vorgestellt hatten: mit Drinks, Fingerfood und fantastischer Livemusik von Jennifer Sarah Bone und Kirill Vorwald, die mit ihrer Musik einfach die perfekte Atmosphäre für den Anlass schufen. Ich habe jeden Moment davon geliebt!“

JOHAN: „Der Hochzeitsempfang hat mich nachhaltig beeindruckt, weil so viele Familienmitglieder da waren, die ich aus meiner Kindheit kenne, aber seit Jahren nicht gesehen hatte. Es war ein Nachmittag voller schöner Überraschungen, Gespräche (von denen ich, wie Fredrik, gern mehr mit jedem einzelnen Gast gehabt hätte), Regen, Sonnenschein und Traditionen. Zwei Momente haben mich an diesem Nachmittag besonders bewegt: Der erste war eine Überraschung von meinem Onkel und seiner Frau, die gerade einen Dokumentarfilm über einen begnadeten Künstler namens Steven Luca drehen. Nie hätten wir damit gerechnet, dass sie ihn zu unserer Trauung einladen, wo er eine Vorführung für uns gab, die alle Gäste wortlos verstehen konnten, ganz egal, welcher Nationalität sie angehörten. Er hat uns vollends begeistert und mit einem Lächeln auf den Lippen zurückgelassen. Was er genau vorführte, ist schwer in Worte zu fassen – seinen Humor und die Schönheit seiner Kunst muss man mit eigenen Augen sehen. Wenn Du jemals die Gelegenheit hast, ihn live zu erleben, ergreife sie!

Die zweite große Überraschung ist streng genommen eine langjährige Familientradition, die uns beiden aber neu war. Ich versuche sie möglichst kurz und knapp zu erläutern: Der Ort, an dem unsere Hochzeit größtenteils stattfand, ist über 200 Jahre alt und seit Ewigkeiten in unserem Familienbesitz. Als ich klein war, wohnten wir auch dort und das war einfach traumhaft schön. Nachdem wir mit der Familie in den Nachbarort gezogen waren, wurde dieser Familienbesitz zum Ort für Familienfeiern, Partys und ein Rückzugsort für entspannte Wochenenden. Im Laufe der Jahre wurde es dann zur Tradition unter meinen Cousins und Cousinen, an diesem Ort ihre Hochzeiten zu feiern. Wir lieben schöne Traditionen und diese sticht besonders heraus, denn der Gedanke dahinter ist einfach wunderschön und zeigt, wie großartig unsere Familie ist: Während des Empfangs schnappten sich mein Onkel und Patenonkel das Mikrofon und erklärten die Tradition unseren Gästen. Wir erhielten daraufhin eine Flagge in den Farben unserer Hochzeitseinladung mit unserem Logo darauf, die wir an Ort und Stelle hissten. Der Gedanke dahinter ist, dass wir jedes Jahr an unserem Hochzeitstag die Flagge hissen – möglichst am Ort unserer Trauung, um ein weiteres Jahr Ehe zu zelebrieren und an den unglaublichen Tag zurückzudenken, den wir mit unserer Familie und unseren Freunden hatten. Nach alldem neigte sich der Empfang langsam dem Ende zu und wir verabschiedeten uns von den Gästen, die zu diesem Zeitpunkt wieder nach Hause gingen.“

Puh, ich glaube, das ist der mit Abstand längste Blogbeitrag, den ich jemals geschrieben habe. Falls Du es bis hierher geschafft hast, bist Du sicher schon gespannt auf den nächsten Teil. Melde Dich am besten gleich für unseren Newsletter an, der Dich immer sofort über neue Blogbeiträge informiert. Darüber hinaus profitierst Du als Newsletter-Abonnent auch von exklusiven Angeboten und wirst immer zuerst über alle Neuigkeiten informiert, noch vor unseren Facebook- und Instagram-Followern.


Fotograf BINA TERRÉ | Hochzeitsplaner FINE WEDDINGS & PARTIES | Fotografie Assistant CAROLINE RABE |
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